Neuvorstellung – Lauterbacher Sammlung: „Die Lauterbacher Kulturblüte im Jahrhundert der Aufklärung“

Datum/Zeit
am 24.01.2020 um 16:00 Uhr
Art der Veranstaltung: Vortrag


Die Lauterbacher Kulturblüte
Eine Stadt am Zenit ihrer geistigen Entfaltung im 18. Jahrhundert
Vor über 200 Jahren sah die Welt ganz anders aus, als wir sie heute kennen. Das Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland ist im 18. Jahrhundert noch das Heilige Römische Reich Deutscher Nation – ein relativ loser Staatenbund von über 300 selbstständigen Territorien.

Zu dieser Zeit was auch das Land der Riedesel Freiherren zu Eisenbach eigenständig und souverän. Lauterbach als die Haupt- und Residenzstadt dieses Landes erlebte eine wahre Kulturblüte im langen 18. Jahrhundert. Nicht nur das herrschende Geschlecht der Riedesel brachte große Persönlichkeiten vor (z. B. den in den amerikanischen Unabhängigkeitskriegen fechtenden General Friedrich Adolph R. z. E. oder den Gesandten Friedrichs II. des Großen in Wien Johann Hermann R.), sondern auch das Beamtentum und die Bürgerschaft trugen zur geistigen Entfaltung enorm bei. Der Leibarzt der Riedesel, Dr. Moritz Gerhard Thilenius, war ein Pionier in der Pockenimpfung und in
ganz Europa anerkannt. Die Lauterbacher Kaufleute Heuser und Diehm handelten bis in die großen Städte des Kontinents und gar nach Übersee. Johann Heinrich Valentin Beck war Kantor der Lateinschule, wanderte später nach Frankfurt am Main aus, um dort Vizekapelldirektor zu werden und der Familie Goethe privaten Musikunterricht zu geben. Nicht nur die Persönlichkeiten bildeten das kulturelle Gepräge der Stadt. Auch die Architektur – die Residenzkirche am Markt und das Stadtschloss Hohhaus – markierte den Zenit der Relevanz der Stadt.

All diese interessanten Fakten und Themen werden in dem Buch „Die Lauterbacher Kulturblüte im Jahrhundert der Aufklärung“ detailliert behandelt. Ein Must-Have für Geschichtsbegeisterte, Kulturliebhaber, Bürger und Besucher der Stadt.

Nach der Buchvorstellung lädt das Hohhaus-Museum Lauterbach e.V. alle Besucher zu einem kleinen Umtrunk mit einem Glas Sekt ein. Dazu kann das Buch von Till Hartmann in den Galerieräumen erworben werden. Die Veranstaltung ist kostenfrei